Zugeflogen
„Fig-uration“
Zugegeben – ich wusste es nicht.
Verleitet von den kunstvollen Formen des Blattwerks und den nährstoffreichen Früchten pflanzte ich kurzerhand ein kleines Feigenbäumchen in einen gerade frei gewordenen Topf – an dem bereits erste Früchte heranreiften.
Dass es sehr wahrscheinlich selbstfruchtbar ist und gar nicht von der speziellen Feigenwespe bestäubt werden muss, erfuhr ich allerdings erst später. Ebenso, dass sich die Blüten gut versteckt im Inneren der Frucht befinden. Tja – wieder was gelernt.
Damit gehört es zu der kleinen Minderheit an Blühpflanzen in meinem Garten, die leider keine klassische Bienenweide ist.
Nun ja – ganz leer geht das Ökosystem hoffentlich trotzdem nicht aus: Im Herbst freuen sich Wespen, Ameisen, Käfer, Vögel & Co. Angelockt vom zuckersüßen Fruchtfleisch wird das kleine Bäumchen dann doch noch zur gut besuchten Snackbar. Als kleiner Baustein im Gesamtgefüge schafft es weiteren Lebensraum, verbessert das Mikroklima und ergänzt die vielen anderen Blühpflanzen in unmittelbarer Nähe – etwa Thymian, Salbei, Rosmarin, Oregano, Estragon, Bärlauch, Eisenkraut, Minze, Melisse, Johanniskraut, Brennnessel, Liebstöckel, Lavendel, …, wilde Blumen und heimische Gehölze.
Letztere sogar im selben Topf – sozusagen dem Feigenbäumchen bodendeckend zu Füßen hat sich ein Brombeersträuchlein angesiedelt. Ich finde, die beiden verstehen sich ganz gut…
Zur neuen Topfnachbarin später mehr…
Dachauer Wasserturm
27.6. – 12.7.2026
Sa. + So., je 12 bis 18 Uhr
Persönlich vor Ort nach Vereinbarung
© Copyright 2026 Regina Merl (Texte und Bilder)
Gerne Anfrage vor Verwendung



