TRue treasures

Früchte des Gartens 
mit allen Sinnen genießen
Lust – auf ¼ m2 ?

Viele Jahre lebte ich in der Stadt. Anfangs komplett ohne Balkon, später mit kleiner Terrasse, auf der tatsächlich jeden Sommer zwei Tomatenpflanzen ihren Platz fanden. Überrascht, wie gut die Tomaten schmeckten, bin ich irgendwann dazu übergegangen, alte – im Handel nicht erhältliche – Sorten selbst zu säen, pikieren und zu pflanzen.

Immer wieder aufs Neue fasziniert, wie doch aus einem einzigen kleinen Samenkorn der Vorjahresernte eine komplette Pflanze mit Dutzenden von Früchten entstand, probierte ich mich nach und nach am Anbau weiterer persönlich präferierter Obst- und Gemüsesorten und des ein oder anderen wertvollen Kräuterleins. Unglaublich, was man dabei ganz nebenbei über Pflanzen, deren bevorzugte Standorte, Bodenbeschaffenheit etc. so alles erfährt – unterschiedliche Lebewesen mit unterschiedlichen Bedürfnissen eben.

Selbstverständlich hatte ich auch Fehler gemacht (wenn ich z.B. an die armen Tomatenpflanzen der Anfangsjahre denke, die ohne den Schutz irgendeiner Hauswand Wind und Regen ausgesetzt waren). Aber meine ländlichen Wurzeln, Internet, ein paar Lektüren über altes Gärtnerwissen und vor allem gesunde Intuition halfen dabei, dennoch dranzubleiben und es im Folgejahr erneut zu versuchen. 

Vor wenigen hundert Jahren hätte man darüber vermutlich noch gelacht. Irgendwie ist uns im Laufe der Zeit wohl die automatische Verbindung zu den Basics, zur Natur, etwas abhandengekommen. Neuland sozusagen, in jeder Hinsicht…

Warum fällt mir an dieser Stelle mein selbst gepflanztes kleines besonderes Apfelbäumchen ein? Und warum besonders? Nun, es handelt sich um Äpfel, die es nirgendwo zu kaufen gibt. Denn dieses Bäumchen wurde mit einer alten Apfelsorte eines Baumes veredelt, den vor über 80 Jahren mein Opa gepflanzt hatte. Kindheitserinnerungen an leckere tiefrote Äpfel, die Anfang Dezember am besten schmeckten und mit der vergangenen Jahresernte wieder wahr wurden.

Nie hätte ich gedacht, was darüber hinaus auf einer dennoch recht überschaubaren kleinen bepflanzten Fläche – sehr oft einfach ohne mein Zutun – so alles Nützliches wächst und an kleinen Biotopen für die Ansiedelung weiterer Lebewesen entsteht! Innerhalb weniger Jahre fanden tatsächlich Wildvögel, Igelfamilien, Insekten & Co. dort Wohnraum, ohne das primär beabsichtigt zu haben, aber umso größer die Freude.

Was mir jedoch mindestens genauso gut gefällt, ist es, zum „Einkaufen“ einfach nur vor die Türe nach draußen zu gehen, um leckerere kleine Schätze – unabhängig jeglicher Öffnungszeiten, gratis und just in time – seiner kulinarisch genussvollen Bestimmung zuzuführen! Aber nicht nur das, sehr gerne halte ich sie noch fest, nämlich fotografisch. Idealerweise vor dem kulinarischen Part. Ebenfalls mit Genuss!

Für meine kunstvolle Leidenschaft, die Fotografie, dienen mir also immer wieder im wahrsten Sinne des Wortes die Früchte der Natur als Motive. Gerade im letzten Sommer konnte ich eine wundervolle Serie abstrakter Fotografien von Gemüse-, Beeren- und Obstfrüchten erstellen, wovon im Rahmen einer Kunstausstellung in München eine – etwas mehr als 1/4 m2 große – Kombination von vier quadratischen Bildern gezeigt wurde, mit dem Titel „Stadtmensch – 0 m2 Garten“, angelehnt an den Jargon des städtischen Wohnungsmarktes und im Hinblick auf meine mehr oder weniger ebenso beengten Anfangsjahre in der Großstadt und den Status Quo so vieler.

"Stadtmensch - 0 m2 Garten"

Aber wer weiß, vielleicht fühlen sich ja einige ‚Stadtmenschen‘ – in mehr oder weniger urbanem Umfeld lebend – mit meiner Fotokunst sogar motiviert, den eigenen ‚Gartenanteil‘ auf über 0 m2 anzupassen: ein Gefäß mit Obst- oder Gemüsepflanzen auf dem Balkon oder einfach nur ein paar selbst gesäte Kräutertöpfchen auf der Fensterbank… Jeder Schritt zu einem kleinen Gefühl von Wertschätzung im Zusammenspiel mit Pflanzen und idealerweise Ernährung und Genuss zählt.

Gutes Gelingen!

Die ausgewählten Gartenmotive hatten es jüngst sogar zu einer internationalen Auszeichnung geschafft.

TRUE TREASURES

Früchte des Gartens 
mit allen Sinnen genießen
Lust – auf ¼ m2 ?

Viele Jahre lebte ich in der Stadt. Anfangs komplett ohne Balkon, später mit kleiner Terrasse, auf der tatsächlich jeden Sommer zwei Tomatenpflanzen ihren Platz fanden. Überrascht, wie gut die Tomaten schmeckten, bin ich irgendwann dazu übergegangen, alte – im Handel nicht erhältliche – Sorten selbst zu säen, pikieren und zu pflanzen.

Immer wieder aufs Neue fasziniert, wie doch aus einem einzigen kleinen Samenkorn der Vorjahresernte eine komplette Pflanze mit Dutzenden von Früchten entstand, probierte ich mich nach und nach am Anbau weiterer persönlich präferierter Obst- und Gemüsesorten und des ein oder anderen wertvollen Kräuterleins. Unglaublich, was man dabei ganz nebenbei über Pflanzen, deren bevorzugte Standorte, Bodenbeschaffenheit etc. so alles erfährt – unterschiedliche Lebewesen mit unterschiedlichen Bedürfnissen eben.

Selbstverständlich hatte ich auch Fehler gemacht (wenn ich z.B. an die armen Tomatenpflanzen der Anfangsjahre denke, die ohne den Schutz irgendeiner Hauswand Wind und Regen ausgesetzt waren). Aber meine ländlichen Wurzeln, Internet, ein paar Lektüren über altes Gärtnerwissen und vor allem gesunde Intuition halfen dabei, dennoch dranzubleiben und es im Folgejahr erneut zu versuchen. 

Vor wenigen hundert Jahren hätte man darüber vermutlich noch gelacht. Irgendwie ist uns im Laufe der Zeit wohl die automatische Verbindung zu den Basics, zur Natur, etwas abhandengekommen. Neuland sozusagen, in jeder Hinsicht…

Warum fällt mir an dieser Stelle mein selbst gepflanztes kleines besonderes Apfelbäumchen ein? Und warum besonders? Nun, es handelt sich um Äpfel, die es nirgendwo zu kaufen gibt. Denn dieses Bäumchen wurde mit einer alten Apfelsorte eines Baumes veredelt, den vor über 80 Jahren mein Opa gepflanzt hatte. Kindheitserinnerungen an leckere tiefrote Äpfel, die Anfang Dezember am besten schmeckten und mit der vergangenen Jahresernte wieder wahr wurden.

Nie hätte ich gedacht, was darüber hinaus auf einer dennoch recht überschaubaren kleinen bepflanzten Fläche – sehr oft einfach ohne mein Zutun – so alles Nützliches wächst und an kleinen Biotopen für die Ansiedelung weiterer Lebewesen entsteht! Innerhalb weniger Jahre fanden tatsächlich Wildvögel, Igelfamilien, Insekten & Co. dort Wohnraum, ohne das primär beabsichtigt zu haben, aber umso größer die Freude.

Was mir jedoch mindestens genauso gut gefällt, ist es, zum „Einkaufen“ einfach nur vor die Türe nach draußen zu gehen, um leckerere kleine Schätze – unabhängig jeglicher Öffnungszeiten, gratis und just in time – seiner kulinarisch genussvollen Bestimmung zuzuführen! Aber nicht nur das, sehr gerne halte ich sie noch fest, nämlich fotografisch. Idealerweise vor dem kulinarischen Part. Ebenfalls mit Genuss!

Für meine kunstvolle Leidenschaft, die Fotografie, dienen mir also immer wieder im wahrsten Sinne des Wortes die Früchte der Natur als Motive. Gerade im letzten Sommer konnte ich eine wundervolle Serie abstrakter Fotografien von Gemüse-, Beeren- und Obstfrüchten erstellen, wovon im Rahmen einer Kunstausstellung in München eine – etwas mehr als 1/4 m2 große – Kombination von vier quadratischen Bildern gezeigt wurde, mit dem Titel „Stadtmensch – 0 m2 Garten“, angelehnt an den Jargon des städtischen Wohnungsmarktes und im Hinblick auf meine mehr oder weniger ebenso beengten Anfangsjahre in der Großstadt und den Status Quo so vieler.

"Stadtmensch - 0 m2 Garten"

Aber wer weiß, vielleicht fühlen sich ja einige ‚Stadtmenschen‘ – in mehr oder weniger urbanem Umfeld lebend – mit meiner Fotokunst sogar motiviert, den eigenen ‚Gartenanteil‘ auf über 0 m2 anzupassen: ein Gefäß mit Obst- oder Gemüsepflanzen auf dem Balkon oder einfach nur ein paar selbst gesäte Kräutertöpfchen auf der Fensterbank… Jeder Schritt zu einem kleinen Gefühl von Wertschätzung im Zusammenspiel mit Pflanzen und idealerweise Ernährung und Genuss zählt.

Gutes Gelingen!

Die ausgewählten Gartenmotive hatten es jüngst sogar zu einer internationalen Auszeichnung geschafft.