Als ich vor Jahren Irving Stones Roman „Michelangelo“ mehr oder weniger verschlungen hatte und – wie es der Zufall oder die Authentizität wollte – zur selben Zeit erste Erfahrungen in der Steinbildhauerei sammelte, stand eine Reise nach Florenz und Rom ganz oben auf meiner Vorhabenliste (wo sie auch sehr lange stehen sollte).

Immerhin ist es inzwischen zu einigen Tagen in Florenz gekommen. Ziel war es, dort die im Buch beschriebenen Stationen Michelangelos aufzusuchen, um dieses Künstlergenie noch besser verstehen zu können. Dabei war es oft gar nicht so einfach, die einzelnen Lokalitäten ausfindig zu machen, da erfreulicherweise nicht alles zu Touristenmagneten umfunktioniert worden war. Zahlreiche Gemälde- und Skulpturengalerien empfand ich als sehenswert und wiederum für die eigene künstlerische Arbeit inspirierend. 

Mit neuer Kamera und nach langer Auslandsabstinenz mit großem Nachholbedarf, Schönes künstlerisch festzuhalten – also ganz im Einklang mit Michelangelos Philosophie – kam ich damit in den Genuss der toskanischen Sommer-Sonne und einer einzigartigen Kulisse. Auch wenn ich ansonsten touristische Menschenansammlungen eher meide, einen gewissen Reiz der durchaus überschaubaren Stadt Florenz kann man nicht leugnen…