Pflanzen zu erkunden mit all ihrem natürlichen Können und detailreichen Raffinessen gehört zu meinen grundlegenden Themen in der Fotografie. Dabei fokussiere ich mich meist weniger auf eine volle Blütenpracht, die einem sofort und farbenfroh ins Auge sticht, auch wenn das – gerade nach passierten langen Wintermonaten – möglicherweise naheliegt. Vielmehr fasziniert aber doch geradezu der Start ins Leben, der Neuanfang sozusagen, wenn erst einmal das helle gelb-grün des Frühjahrs zum Vorschein kommt. Ist es nicht spannend, kurz bevor eine Knospe aufblüht, die Farbkomposition der künftigen Blüte geradeso zu erahnen? Und danach eine Metamorphose zur Frucht zu erleben, wenn also die Blüte noch sichtbar ist und gleichzeitig Früchte im Miniformat entstehen. Auch das „Ver-Blühen“ sichert nicht nur neues Leben und Farben im kommenden Jahr, sondern bringt wundervolle Formen hervor, die nicht selten unvergleichliche Motive für die minimalistische Fotografie liefern. Wer sich auf diese kleinen Wunder und Kreisläufe der Natur einlässt, wird bemerken, wie doch für einen Moment die eigene Wichtigkeit und diejenige unserer menschendefinierten Dinge deutlich zurückgeschraubt wird. Und dabei muss man nicht einmal verreisen, nur ein klein wenig achtsam und empathisch sein. Vielleicht gelingt es ja beim Betrachten meiner Fotografien, die vielen im Grunde doch eigentlich nur von uns Menschen ausgedachten Vorgaben, Erwartungen, Prinzipien, Konventionen, Rituale und Daten für einen Moment auszublenden…, wer mag, gerne auch audio-unterstützt (Start-Button oben zum separaten Abspielen der Musik)…
In diesem Sinne: Spring impressions – unlimited…



























































































